Schwerpunkte

MINT

Mathematik – Informatik – Naturwissenschaften – Technik

Anknüpfend an Neugier und Freude am Entdecken und selbständigen Handeln, soll der ganzheitliche Ansatz gefördert werden, den die Naturwissenschaften durch ihre spezifischen Fragestellungen, durch das experimentelle Arbeiten, verbunden mit intellektuellem Anspruch, verfolgen. Ziel des Schwerpunktes ist es, die Motivation der Schülerinnen und Schüler für Mathematik und Naturwissenschaften, Informatik und Technik zu fördern. Darüber hinaus sollen den Schülerinnen und Schüler die fächerverbindenden Aspekte von Naturwissenschaften, Informatik und Mathematik, auch über den Fachbereich hinaus, deutlich werden, so dass sie diese Fächer im Kontext gesellschaftlicher und historischer Zusammenhänge sehen lernen.

Gemeinsam sollen der schülerorientierte, forschend-entwickelnde Ansatz sowie die intensive, bezogen auf die Schullaufbahn, möglichst lange Beschäftigung mit den Inhalten von Mathematik und Naturwissenschaften, Informatik und Technik einen Beitrag zur Berufsfindung der Schülerinnen und Schüler leisten, ihre Berufsorientierung in diese Richtung fördern und dadurch zur Förderung von mathematisch-naturwissenschaftlichen Leistungsträgern in unserer Gesellschaft beitragen.

Im Schuljahr 2010/11 wurde die Wöhlerschule aufgenommen in den Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V. (www.mint-ec.de)

Anfang 2014 wurde die Wöhlerschule als MINT-EC-Schule erfolgreich wiederzertifiziert (Zertifizierungsschreiben).

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Umwelt und Nachhaltigkeit

Die Schwerpunktsetzung im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit hat zum Ziel, den Schülerinnen und Schüler der Wöhlerschule ein tieferes Verständnis für die Umweltproblematik zu vermitteln. Diese Vermittlung erfolgt sowohl im naturwissenschaftlichen als auch im ökonomischen, sozialen und politischen Bereich. Dabei geht es darum, Einstellungen bei den in der Schule tätigen Menschen zu ändern und die Basis für ein verantwortungsvolles Handeln zu legen.

Die Ziele für den Bildungsbereich „Umwelt und Nachhaltigkeit“ lauten:
Unsere Schüler und Schülerinnen sollen

  • die Umweltprobleme (Luft, Klima, Wasser, Boden, Energie/Ressourcenverschwendung/
    Müll) verstehen und unseren Lebensstil und Wirtschaftsstil mit Umweltproblemen
    in Verbindung bringen können;
  • Vorschläge zu umweltbewusstem Handeln entwickeln und zu ihrer Verwirklichung
    beitragen;
  • ein umfassendes Verständnis von „nachhaltiger Entwicklung“ (natürliche, kulturelle und
    soziale Umwelt) entwickeln;
  • sich umweltbewusst und umweltbewahrend verhalten.

AK Umwelt Diagramm

Schwerpunkt „Umwelt“

Die Kinder und Jugendlichen, die heute unsere Schule besuchen, werden die erste Generation sein, die mit erneuerbaren Energien leben muss, oder besser, darf. Sie werden auch voraussichtlich die erste Generation sein, die von den Auswirkungen des weltweiten Klimawandels betroffen sein wird. Es liegt im Selbstverständnis unserer Schule, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur auf diese Situation vorbereiten, sondern auch, dass wir ihnen heute alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aufzeigen und vorleben, die geeignet sind, den Klimawandel in für den Menschen beherrschbaren Grenzen zu halten. Für die Zeit, die die Kinder und Jugendlichen in der Schule verbringen, bedeutet dies u. a. zu lernen, so sparsam wie möglich mit Energie und Wasser umzugehen, den Weg zur Schule umweltfreundlich zurück zu legen, unnötigen Müll zu vermeiden, Recyclingpapier zu verwenden und bei der Planung von Klassen- und Studienfahrten auf Umweltverträglichkeit zu achten.
Die Grundlagen zum Verstehen der Hintergründe sowie zur nachhaltigen Verhaltensänderung werden bereits von der 5. Klasse an erlernt und in den folgenden Jahren immer weiter vertieft.
In der fünften und sechsten Klasse machen die Schüler ihren „Umweltführerschein“ bestehend aus vier Modulen zu den Themen Papier, Energie und Klima.
Wir organisieren verschiedenste umweltrelevante Exkursionen (z.B. Bauernhof, Grüngürtel), fördern handlungsorientierte Projektarbeit im Wahlunterricht (z.B. die Planung einer Solartankstelle) und betreiben eine von Schülern geleitete Fahrradwerkstatt („Wöhler Wheels“).
Mit all diesen Projekten versuchen wir, den Kindern und Jugendlichen ein Verantwortungsgefühl für die Umwelt zu vermitteln, und so eine Basis zu schaffen, um anschließend in der Schule selbst, aber natürlich auch im privaten Bereich sorgfältiger als zuvor mit Wasser, Energie, Rohstoffen und mit der Natur selbst umzugehen.

Ansprechpartner: Herr Handisides, Herr Ingleson, Frau Sievert und Herr Weidenmüller

UNESCO-Projektschule

Der Schwerpunkt der Wöhlerschule orientiert sich an den Leitlinien der UNESCO-Projekt-Schulen, die der Deutschen UNESCO-Kommission unterstehen.

Musik

Die Wöhlerschule bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, in eine „Klasse mit musikalischem Schwerpunkt“ aufgenommen zu werden, wenn sie ein besonderes Interess an praktischem Musizieren haben und mehr über Musik erfahren möchten, als es der reguläre Unterricht ermöglicht. Dieses Interesse kommt unter anderem dadurch zum Ausdruck, dass Schülerinnen und Schüler bereits während der Grundschulzeit privaten Instrumentalunterricht erhalten hat oder mit dem Beginn des 5. Schuljahres Instrumentalunterricht aufzunehmen will. Seit dem Schuljahr 1997/98 wird an der Wöhlerschule in jedem Schuljahr eine ”Klasse mit musikalischem Schwerpunkt” eingerichtet. Die Aufnahme einer Schülerin/eines Schülers in die Musikklasse geschieht auf Wunsch der Eltern im Rahmen des üblichen Aufnahmeverfahrens für die neuen 5. Klassen. Seit 1997 wurde in jedem Jahrgang eine Musikklasse gebildet.

In der Sekundarstufe 1 wird sich der Musikunterricht für die Musikklassen folgendermaßen verteilen:

Zusätzlich zum regulären Musikunterricht erhalten die Musikklassen in den Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 eine Stunde für Klassenmusizieren / musikalische Praxis. In der Klassenstufe 8, in der gemäß offizieller Stundentafel kein Musikunterricht erteilt wird, erhalten Musikklassen an der Wöhlerschule zwei Stunden Musikunterricht zur Aufrechterhaltung der kontinuierlichen musikalischen Betreuung. Für die Schülerinnen und Schüler der Musikklassen werden in der Sekundarstufe I insgesamt 12 Wochenstunden (statt 7 Stunden für Klassen ohne Schwerpunkt) Musikunterricht erteilt.

Ergänzend nehmen die betreffenden Schülerinnen und Schüler ihrer Altersstufe entsprechend verbindlich an den Proben und Probenfahrten für Orchester, Chor oder an der Jazz-AG (Big-Band) teil. Die Teilnahme an diesem Förderprogramm ist bis zur Klasse 9 konzipiert und nach Anmeldung verpflichtend. Wegen der großen Zahl von Pflichtstunden in den Jahrgangsstufen 8 und 9 überlegt die Fachkonferenz Musik, wie Entlastungsmöglichkeiten bei der verpflichtenden AG-Teilnahme geschaffen werden können. Für Schülerinnen und Schüler, die im Verlauf der Sekundarstufe I am „Schwerpunkt in Musik“ diesem Angebot nicht mehr teilnehmen wollen und auch nach intensiver Beratung nicht motiviert werden können, müssen organisatorische Maßnahmen ergriffen werden, ein Klassenwechsel ist hierbei nicht auszuschließen.

Grundlage des Musikunterrichts in den Musikklassen ist neben den Inhalten des gültigen Rahmenplans für die Sekundarstufe I die musikalische Praxis, die zunächst von den wöchentlichen Klassenorchester-Stunden ausgeht, aber auch mehrstimmiges Singen, Theaterspiel, Kammermusik u.a. umfassen kann. Die von den Musikklassen erarbeiteten Projekte des Zusatzunterrichts in Musik werden den Eltern an ”musikalischen Elternabenden” präsentiert. Inhalte und Durchführung dieser Projekte werden mit den Schülerinnen und Schülern der Klassen besprochen und gemeinsam festgelegt. Die gemeinsamen musikalischen Aktivitäten helfen den Klassen zu einem guten Unterrichtsklima und zu guter Klassengemeinschaft zu finden, sie stärken Motivation und positive Haltung zum Lernen.

Weitere Infos finden sie unter http://musik.woehlerschule.de.

Medien

Medienkompetenz ist für Schülerinnen und Schüler eine neue Schlüsselqualifikation, die gleichberechtigt neben den klassischen von der Schule vermittelten Bildungsinhalten steht. Computer und das Internet sind multifunktionale Werkzeuge, die die bisher an der Schule genutzten Medien ergänzen und erweitern. Das Lernen mit neuen Medien soll den Unterricht bereichern, die Qualität von Unterricht sichern und neue Lehr- und Lernformen ermöglichen.

Der Umgang mit den neuen Medien ist seit über einem Jahrzehnt fester Bestandteil des Unterrichts vieler Fächer an unserer Schule. Im Zeitraum von Januar 2005 bis Januar 2008 hat die Wöhlerschule im Bereich der Medienbildung im Projekt „Schule interaktiv“ zusammen mit drei weiteren Schulen gearbeitet. Die Projektarbeit soll nun in der Transferphase von 2008 bis 2010 weiter geführt werden. Zudem kooperieren fünf Schulen aus der näheren Umgebung mit der Wöhlerschule im Bereich Medienbildung. „Schule interaktiv“ beschäftigt sich mit Ideen, neue Medien sinnvoll zur Unterstützung des Unterrichts einzusetzen und eine neue Lernkultur zu fördern. Lehrerinnen und Lehrer entwickeln Unterrichtssequenzen (von 2 Stunden bis hin zu 2 Jahren Dauer) und können sie ausprobieren. Eine begleitende Evaluation erfolgt durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik an der TU-Darmstadt. Weitere Informationen zu diesem Projekt können unter http://www.schule-interaktiv.de abgerufen werden.

Lernen lernen

Die pädagogische Arbeit an der Wöhlerschule hat gezeigt, dass die Lernfähigkeit vieler Schülerinnen und Schüler und die Anforderungen der Schule einander nicht entsprachen, und dass das Repertoire an Lern- und Arbeitstechniken vieler Schülerinnen und Schüler unzureichend ist. Neue Unterrichtsformen, die selbständige Arbeit in den Vordergrund stellen, benötigen ein Training an Arbeits- und Kooperationsformen. Aber auch die Vorbereitung von Klassenarbeiten und das Erledigen von Hausaufgaben erfordern methodische Routinen und Techniken für effektives Arbeiten.

Diese Erkenntnisse führten 1997 dazu, dass im Anschluss an einen pädagogischen Tag ein Arbeitskreis „Lernen lernen“ gebildet wurde, der die Aufgabe hat, Unterrichtseinheiten zu diesem Thema zu konzipieren und für eine regelmäßige Durchführung und Evaluation zu sorgen. Die Arbeit des Arbeitskreises beinhaltet die Fortbildung (seit 2006), Unterstützung und Beratung des Kollegiums bei der Durchführung der schon vorhandenen Unterrichtseinheiten, die Entwicklung und Durchführung von geeigneten Evaluationsmaßnahmen zum gesamten Bereich und die Weiterentwicklung geeigneter Unterrichtseinheiten für die Klassenstufen 5, 7, 8 und 10. Die Präsentationsprüfungen im Abitur führten zu einem weiteren Aufgabenfeld.

Folgende Projekte finden regelmäßig statt:

Klasse 5: (Themenwoche)

  • Projekttag 1:
    • Stationen lernen à 3 Stationen zu den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch
    • Mathematik: Umgang mit dem Mathematikbuch: Inhaltsverzeichnis, Stichwortverzeichnis, Selbständiges Lernen mit dem Buch.
    • Deutsch: z.B. Fehlerbuch
    • Englisch: z.B. Vokabeldatei (5-Fächerdatei)
  • Projekttag 2:
    • Versuche mit Wortlisten à Kurz- und Langzeitgedächtnis (Wiederholungen, Portionen, Assoziationen)
    • Heftführung
    • Wie gestalte ich meinen Arbeitsplatz

Klasse 7: (Themenwoche)

  • 2 Projekttage
  • Zeitmanagement
  • Gehirngerechtes Lernen; Mnemotechniken
  • Arbeiten in der Schulbibliothek; Bibliotheksrallye

Klasse 8: (außerhalb der Themenwoche)

  • Projekttag
  • Umgang mit Operatoren (Arbeitsanweisungen)
  • Textverständnis

Jahrgangsstufe 10: (Themenwoche)

  • 2 Projekttage zum Thema „Präsentationen“
  • Wie bereitet man eine Präsentation vor?
  • Was muss man bei der Durchführung beachten?
  • „Von der Idee zum Produkt“

Projekt des Schulpsychologen Herrn Hein für die Jahrgangsstufe 9 (neu im Schuljahr 2009/10)

  • über Einfluss der Motivation beim Lernen informieren
  • etwas zur Wahrnehmung sagen
  • was bedeutet Konzentration auf das Wesentliche konkret?
  • Phänomene wie z.B. „selbsterfüllende Prophezeiungen“ besprechen und wie diese die Schüler in ihrem Schulalltag an positiver Entwicklung hemmen oder eben auch fördern können
  • und darüber das Angebot der individuellen Beratung bei Bedarf aussprechen.

Dazu wird zunächst eine Doppelstunde und etwa drei Wochen später eine Einzelstunde in jeder neunten Klasse durchgeführt werden .

Fortbildungskonzept umfasst je eine Fortbildung pro Schuljahr für Kolleginnen und Kollegen, die in Jahrgangsstufe 8 bzw. 10 unterrichten. (Durchführung We und Oz). Die Klassenlehrer/innen der Jahrgangsstufen 5 und 7 werden von dem Arbeitskreis beraten. Alle Materialien liegen digital vor. Eine regelmäßige Evaluation der Projekte findet statt.