Geschichte

Schulgeschichte

Die Wöhlerschule wurde 1870 von der Polytechnischen Gesellschaft gegründet und nach ihrem langjährigen Präsidenten August Anton Wöhler (1771–1850) benannt, ein Tierarzt, Agrarwissenschaftler und Pädagoge (und Vater des bekannten Chemikers Friedrich Wöhler).

Nachdem das historische Schulgebäude in der Lessingstraße im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, siedelte sich die Wöhlerschule 1957 am Dornbusch an, mittlerweile erreichbar mit den U-Bahn-Linien 1, 2, 3 und 5 sowie mit der Buslinie 34.

Ursprünglich eine reine Jungenschule, kamen 1972 die ersten Mädchen dazu. Das Schulgelände besteht aus dem Hauptgebäude, drei Trakten und der Aula, die sich die Wöhlerschule mit der angrenzenden Heinrich-Seliger-Schule (Primarstufe) teilt. Das Bauensemble steht unter Denkmalschutz. Auf dem Gelände stehen daneben zwei in den 70er Jahren errichtete provisorische („IPI-“)Bauten, eine große Sporthalle, die in den 80er Jahren hinzukam, das in den 90ern aus einer Schülerinitiative entstandene „Ökohaus“ sowie die 2007 gebaute Mensa. Ende 2011 wurde die neue Sporthalle mit Schwimmbad eingeweiht.

Berühmte Wöhlerschüler

Peter Bloch

Peter Bloch (geb. 19.10.1921 in Frankfurt am Main; gest. 31.7.2008 in New York City) war ein deutsch-amerikanischer Historiker, Schriftsteller, Journalist und Experte in puerto-ricanischer Musik und Kunst.
Peter Bloch wuchs als Sohn des Urologen und Chefarztes des Krankenhauses des Vaterländischen Frauenvereins Dr. Arthur Bloch in der Lindenstraße 39 im Frankfurter Westend auf. Ab 1931 besuchte er das „Wöhler-Realgymnasium“ Ecke Guiollett/Lindenstraße, das er 1936 als einer der letzten jüdischen Schüler verlassen musste. Im Frühjahr 1939 bestand er sein Abitur am Philantropin, dem jüdischen Gymnasium in Frankfurt, und emigrierte allein nach England. Er traf im August 1939 in Brüssel wieder mit seinen Eltern zusammen und floh 1942 vor seiner bevorstehenden Deportation über Frankreich in die Schweiz, wo ihm Asyl gewährt wurde. Sein Vater wurde 1943 in Brüssel von der Gestapo gefasst und sofort von der SS ermordet.
Nach dem Krieg wanderte er mit seiner Mutter Else Bloch nach New York aus, wo er bis zu seinem Tod 2008 lebte und seinen Lebensunterhalt vor allem als Journalist für Zeitungen und Rundfunk verdiente.
Er verfasste sechs Bücher, über 2000 Zeitschriftenartikel, gründete 1965 die „Association for Puerto-Rican-Hispanic Culture“, begründete 1967 das jährlich stattfindende „Rafael Hernandez Music Festival“ und war u.a. Chefredakteur der Zeitschrift „Verdad Latina“.
Für seinen selbstlosen Einsatz erhielt er viele Ehrungen in New York City, in Belgien, Spanien, Frankreich und Puerto Rico.
In den letzten 14 Jahren seines Lebens besuchte er häufig seine Heimatstadt Frankfurt am Main. Als Zeitzeuge der NS-Zeit wurde er nicht müde, den Schülern und Lehrern seines früheren Gymnasiums, der heutigen Wöhlerschule am Dornbusch, in Vorträgen und Diskussionen über das damalige Frankfurter Theater-, Musik- und Literaturleben, über seine Wöhlerschulzeit und viele andere Themen zu berichten.
In seinem Büchlein „Meine Lehrer“, Frankfurt 2008, porträtiert er einige seiner Lehrer an der Wöhlerschule und am Philanthropin.
Siehe auch den Wikipedia-Artikel Peter Bloch.

Elias Canetti

Elias Canetti wurde am 25. Juli 1905 in Bulgarien geboren und starb am 14. August 1994 in Zürich/Schweiz.  Er war Schriftsteller und gewann 1981 den Literatur-Nobelpreis.

Mit seinen literarischen Werken, zu denen unter anderem Romane, Autobiografien sowie Dramen gehörten, gewann er zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Die Themen in seinen Werken waren trotz der unterschiedlichen literarischen Gattungen recht homogen. Er beschäftigte sich hauptsächlich mit den Auswirkungen des Todes auf das Bewusstsein des Menschen. Zudem hatte er ein Interesse an Massenphänomenen sowie Erscheinungsformen von Macht, wie die Macht des Nationalsozialismus und des durch diese Macht verursachten 2. Weltkriegs.

Eine kurze Biografie von Canettis Leben zeigt die Verbundenheit zwischen ihm und seinen Werken. So ist zu sagen, dass seine Familie 1911 mit ihm nach England (Manchester) zog. Die 6 Jahre, die Canetti in Bulgarien verbrachte, schilderte er später recht eindrucksvoll in seiner literarischen Autobiografie. Da sein Vater 1912 überraschend starb, zog die Familie nach Wien. Durch den Tod seines Vaters kam auch die enge Beziehung von Canetti zum Tod und seine Ablehnung gegen den Tod zustande. Da er nun eine sehr enge Beziehung zu seiner Mutter aufbaute und diese ein grosses Interesse an Theater und Literatur hatte, liegt Canettis Entscheidung Schriftsteller zu werden in eben dieser Beziehung. Um Canetti auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen, zog sie mit ihm und seinen Brüdern nach Deutschlend, wo Canetti von 1921 bis 1924 die Wöhlerschule besuchte und dort sein Abitur ablegte. Als Österreich im Jahre 1938 von der deutschen NSDAP-Regierung annektiert wurde, wanderte er mit seiner Frau Veza nach London aus. 1981 gewann er den Literatur-Nobelpreis. Er starb am 14. August 1994 in Zürich. Dabei hinterließ er Unmengen an Aufzeichnungen und Entwürfen. Einen Teil dessen, zu dem auch sein Tagebuch sowie einige Briefkorespondenzen zählen, wurden aber von Canetti selbst gesperrt, so dass diese erst 30 Jahre nach seinem Tod geöffnet werden dürfen, also im Jahre 2024.

Zu seinem größten aber auch umstrittensten literarischen Werk zählt „Masse und Macht“, das durch seine vielen soziologischen und psychologischen Bezüge bekannt wurde. Das Grundthema ist die Wirkung einer Masse auf ein einzelnes Individuum. Zudem zu nennen sind noch seine Werke „Die Blendung“, „Die Stimmen von Marakresch“, wo er von einer Reise berichtet, die er selbst unternommen hatte, „Die Fackel im Ohr“ und „Über den Tod“. In seinem dreibändigen autobiografischen Werk lässt er viele bedeutende Persönlichkeiten seiner Zeit einfließen. Seine Fähigkeit besteht darin, Menschen nur anhand von bloßen Beobachtungen zu analysieren und zu charakterisieren.

Erich Fromm

Erich Fromm wurde am 23. März 1900 in Frankfurt am Main geboren und starb am 18. März 1980 in Muralto, Tessin. Er war ein deutscher Psychoanalytiker, Sozialpsyhologe und Philosoph.

Er stammte aus einer streng religiös jüdischen Familie, weshalb er ein Rabbiner werden wollte.  Zuerst studierte er nach einem Schulbesuch der Wöhlerschule Jura in Frankfurt am Main, wechselte jedoch zu einem Soziologiestudium in Heidelberg. 1922 promovierte er über das jüdische Gesetz. 1926 heiratete er die Psychoanalytikerin Frieda Reichmann, trennte sich allerding 1931 von ihr, bis er sich 1942 von ihr scheiden lies. Ende der 1920er Jahre begann Fromm eine Ausbildung zum Psychoanalytiker, bereits 1930 war er Leiter des Frankfurter Institutes für Sozialforschung.

Er zeichnete sich vor allem durch seine Beiträge zur Psychoanalyse und zur Religionspsychologie aus. Jedoch wurde er in der akademischen  Welt des öfteren für seine damaliegen Ideen unterschätzt. Zudem war er Mitglied in der US-amerikanischen Friedensbewegung. Ausserdem sei noch zu sagen das er selbst immer einen humanistischen und demokratischen Sozialismus vertrat. Ihm wurde ebenfalls der Nelly-Sachs-Preis und die Goethe-Plakette verliehen.

Viele seiner Werke bezogen sich auf das zustandekommen der Gewalt des Menschen gegen den Menschen, sowie für Kulturelle Einflüsse der Gesellschaft auf das einzelne Individuum.

Zudem wurde 1985 die Erich-Fromm-Gesellschaft gegrüdet, die die weiterführung der Ideen von Erich Fomm zum Ziele hat.

Friedrich Hartogs

Friedrich Hartogs wurde am 20. Mai 1874 in Brüssel als Sohn einer deutsch-jüdischen Kaufmannsfamilie geboren. Als Jugendlicher besuchte er die Wöhlerschule und erwarb vor Ostern 1892 an der Wöhlerschule das Reifezeugnis. Danach studierte er Mathematik.

Im Jahr 1910 wurde Friedrich Hartogs Professor. Eine Professur am Lehrstuhl Mathematik der Universität Frankfurt lehnte er 1922 ab und wurde Professor für Mathematik in München. Er lehnte die Professur in Frankfurt ab, da durch die Inflation das Stiftungsvermögen der 1914 als Stiftungsuniversität gegründeten Frankfurter Universität gefährdet und somit auch der Bestand der Universität gefährdet war. Durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Friedrich Hartogs 1935 seiner Professur beraubt. Die Verfolgung durch die Nationalsozialisten führten zu seinem Selbstmord am 18.08.1943.

Wer war Wöhler?

Dr. August Anton Wöhler wurde am 28. Januar 1771 in Rinteln als Sohn des Landgräflich Hessischen Oberbereiters in Kassel, Johann Friedrich Wöhler, geboren. In Marburg studierte er Tierarzneikunde und Landwirtschaft, vertiefte aber auch seine Bildung durch das Studium der philosophischen und philologischen Wissenschaften. 1817 erhielt er von der Universität Marburg das Diplom als Dr.phil. „Ein reicher Schatz gediegener Kenntnisse, eine stets rege Begeisterung für edle Ideen waren die Errungenschaften seiner Studienzeit“.

1803 wurde der Landgraf von Hessen-Kassel Kurfürst. August Anton Wöhler von ihm zum Stallmeister des damals in Hanau residierenden Kurprinzen, des späteren Kurfürsten Willhelm II. von Hessen-Kassel, ernannt. Dieser Prinz, ein etwas despotisch veranlagter Herr, war bekannt durch seine Jähzornausbrüche. Wöhler, der im Geiste der Aufklärung erzogen war, war gewillt, „nur den Menschen im Menschen zu sehen“. Er war nicht bereit, diese despotischen Allüren hinzunehmen.

„Eines Tages besuchte der Prinz in Begleitung des jungen Stallmeisters seinen Marstall. Irgendein geringfügiger Umstand erregte dermassen seinen Zorn, dass er sich seinem Begleiter gegenüber zu den unerträglichsten Beschimpfungen und schließlich zu Tätlichkeiten hinreissen liess. Dies war aber unserem wackeren Stallmeister denn doch zu viel. Er ergriff eine Reitpeitsche und gab seiner Hoheit einen Denkzettel, wie sie ihn zweifelsohne oft genug verdient, aber schwerlich früher erhalten hatte. Ein guter Renner entführte den Zuchtmeister rasch der unmittelbaren Machtsphäre des Gezüchtigten. Der, mit Recht besorgt, noch obendrein lächerlich zu werden, war klug genug, den Flüchtling nicht zu verfolgen.“

Die Gattin Wöhlers fand Unterkunft in Hause ihres Schwagers, der in Eschersheim bei Frankfurt Pfarrer war. Im dortigen Pfarrhaus wurde am 31.Juli 1800 der Chemiker Friedrich Wilhelm Wöhler geboren.

August Anton Wöhler wurde nun herzoglicher Stallmeister und Physikatstierarzt in Meinigen. Dort entfaltete er eine ungemein segensreiche Tätigkeit. Durch vielseitige Verbesserungen, besonders in der Landwirtschaft, gewann er schnell eine einflussreiche Stellung und wurde mit zahlreichen Nebenämtern vertraut. So war er u.a. auch Intendant des herzoglichen Hoftheaters. 1806 siedelte er über nach Rödelheim bei Frankfurt, um auf seinem dort gekauften Hofgut als Landwirt tätig zu sein. Durch dessen mustergültige Bewirtschaftung erregte er bald die Aufmerksamkeit des Fürstenprimas Karl Freiherrn von Dalberg. 1812 verlegte er seinen Wohnsitz nach Frankfurt unter Beibehaltung seines Hofgutes und nahm die Stellung eines Stallmeisters am Großherzoglichen Hofe Dalbergs an.“Reiche Grundbesitzer übertrugen ihm die Einrichtung und Oberleitung ihrer Oekonomien; auch die von Rothschild`schen wurden von ihm angelegt und galten allgemein als Muster der Zweckmässigkeit.

Mit grossem Interesse verfolgte er 1816 die Gründung der „Gesellschaft zur Beförderung nützlicher Künste und deren Hülfswissenschaften“. Schon im Oktober 1817 erwarb er deren Mitgliedschaft.1820 wurde er ihr „Proponierender Secretair“ und stand nun 30 Jahre lang bis zu seinem Tod 1850 an deren Spitze. Bei seiner Wiederwahl Ende 1826 wurde ihm das Prädikat „Präsident der Gesellschaft“ verliehen.

Er entfaltete eine grosse Aktivität nicht zuletzt als Direktor unserer Schulanstalten. Da war zunächst die 1817 eröffnete Sonntagsschule. Hinzu kam eine Gewerbeschule als Abendschule Bei den jährlich durchgeführten öffentlichen Prüfungen mit Preisverteilung wies Wöhler die Öffentlichkeit auf den Zweck der Unterrichtsanstalten und auf das Bildungsziel hin. Er zeigte dabei eine eingehende Kenntnis der pädagogischen Ideen der Aufklärung. Wöhler griff die Anregungen des Frankfurter Buchbinders Ph.J.Döring und des Professors Thilo vom Gymnasium Francofortanum auf und liess sie durch Sachverständige genau prüfen. Das Ergebnis: am 12. Juni 1822 eröffnete die Frankfurter Sparkasse ihre Tätigkeit. Präsident Wöhler war auch führend beteiligt bei der Gründung einer Anstalt für den „Unterricht und die Erziehung bildungsfähiger Blinder“. Auch die Eröffnung eines Instituts für Garten und Feldbau geht auf ihn zurück. Er veranstaltete Blumen- und Pflanzenausstellungen. Die von der Gesellschaft seit 1826 durchgeführte Ausstellung „von gelungenen Produkten des Fleisses und Talentes ihrer Mitbürger aus dem Künstler- und Handwerkerstande“ hatten die Gründung eines Gewerbevereins zur Folge.

Gelegenheit zur Weiterbildung boten auch die von Dr.Wöhler eingerichteten Vorlesungen über Experimentalphysik, Astronomie, Geometrie und Handelswissenschaften. Anlässlich des funfundzwanzigjährigen Amtsjubiläums von Dr.Wöhler als Leiter der Polytechnischen Gesellschaft wurde von dieser am 25. Januar 1846 die Wöhler-Stiftung zur Ausbildung junger Leute für den Gewerbe- und Handelsstand eingerichtet.

Ehemalige jüdische Schüler

Dies sind die Namen ehemaliger Wöhlerschüler, die in der Zeit des Nationalsozialismus als Juden verfolgt, verschleppt und ermordet wurden.

Wir gedenken ihrer in Trauer und Achtung.
Ihr furchtbares Leid soll uns Mahnung sein,
dass sich solche Verbrechen nicht wiederholen,
dass die Würde jedes einzelnen geachtet wird.
Die Schulgemeinde der Wöhlerschule.

Sali Moser geb. 11.02.1880
Fritz Cahn geb. 01.07.1891
Paul R. Weill geb. 19.11.1892
Ludwig E. Keller geb. 09.09.1897
Hans Cahen-Brach geb. 31.12.1897
Hans Mayer geb. 10.11.1898
Edmund Sulzbach geb. 03.02.1899
Robert Rosenburg geb. 11.03.1899
Robert Ollendorf geb. 05.06.1900
Alfred Bloch geb. 02.11.1900
Max Bauer geb. 13.05.1901
Franz Sommer geb. 05.09.1901
Ernst Guckenheimer geb. 13.04.1905
Arthur S. Ehrmann geb. 20.05.1905
Oskar Strauß geb. 09.09.1905
Kurt Kaufmann geb. 14.01.1906
Kurt Rosenthal geb. 22.09.1906
Erich Schönthal geb. 03.09.1908
Hans Paradies geb. 06.11.1908
Ludwig Hirschfeld geb. 04.01.1910
Wilhelm Rothschild geb. 04.03.1910
Kurt Seligmann geb. 14.04.1912
Hans A. Weil geb. 12.10.1912
Franz Baer geb. 17.11.1912
Werner Epstein geb. 12.09.1921
Walter Höxter geb. 20.09.1921
Walther Hepner geb. 31.10.1921

Bau des Ökohauses

oekoh1Am Dienstag, den 13. Januar 1998, kam es zum feierlichen ersten Spatenstich für das Ökohaus der Wöhlerschule. Obwohl dieser eigentlich für den Sommer 1997 geplant war, also kurz nach dem Abriß der an dieser Stelle seit den 60er Jahren stehenden sogenannten „Baracke“, ein Holzgebäude, das einen Aufenthalts- und einen Pausenverkaufsraum beherbergte, waren alle Anwesenden, Schüler, Lehrer und Eltern, froh darüber, daß der Bau des offiziell „Niedrigenergiehaus“ genannten Gebäudes begonnen hat und mit der Fertigstellung noch in diesem Jahr zu rechnen ist.

Bau des ÖkohausesDie Wöhlerschule gehört zu den, vom Hessischen Kultusminister ausgewählten, „Ökologisch orientierten Schulen in Hessen“, an denen Wissen von Ökologie und Umweltschutz anhand von Projekten erarbeitet und vermittelt wird. Die ersten Überlegungen zu dem Ptojekt „Ökohaus Wöhlerschule“ fanden im Frühjahr 1991 in der, von den Lehrern Reinhard Pietsch und Norbert Rehner geleiteten, Ökologie-AG statt, die zuvor für die Planung eines Nullenergie-Gewächshauses in Hessen mit dem 3. Platz beim „Jugend und Technik“-Wettbewerb ausgereichnet worden war. In den folgenden Jahren wurden von Schülern in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften und in Projekten im regulären Physikunterricht Ideen gesammelt, der Grundriß festgelegt und die zu verwendenden Materialien ausgewählt. Danach wurden Schüler, die Schulleitung, das Kollegium, Eltern und der Förderverein der Wöhlerschule (GFFW), zur Unterstützung oder Mitarbeit gewonnen.

Der Magestrat der Stadt Frankfurt erklärte sich 1994 bereit, das Projekt zu unterstützen, und das Hochbauamt wurde mit der weiteren Planung des Hauses beauftragt. Die Finanzierung des Projektes wird zu einem Teil durch Mittel der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Wöhlerschule (GFFW), die als Bauherr auftritt, erfolgen, die durch Spenden eingenommen wurden bzw. noch gesammelt werden müssen. Knapp zwei Drittel der Gesamtkosten von ca. 800.000 DM werden von Deutschen Bundesstiftung Umwelt zur Verügung gestellt.

Das Ökohaus soll eine Veilzahl von Funktionen erfüllen: In einem Unterrichtsraum soll anschaulicher Ökologei-Unterricht stattfinden. Es wird einen Raum für handwerkliche Aubeiten geben, der Computer und eine kleine Bibliothek enthält. In einem Aufenthaltsraum sollen wie besher in den Pausen Brötchen, Milch, Müsli, Joghurt und andere gesunde Sachen verkauft werden.

Anwohner, benachbarte Schulen, Vereine und Geschäftsleute sollen sich über die am und im Gebäude verwendeten energiesparenden Systeme (Solarzellen, Sonnen-Kollektoren, Dämmaterialien) informieren können. Meßgeräte und Computer werden ständig Meßdaten präsentieren, die auch im Internet abrufbar sein werden. Und natürlich freut sich die GFFW über Ihre Unterstützung für das Ökohaus.