Projekte

Europanto

Jedes Jahr findet ein Sprachentag in der Jahrgangsstufe 7 statt, an dem auf unterhaltsame und auch spielerische Weise die Beziehungen zwischen den verschiedenen Sprachen, insbesondere Englisch, Französisch und Latein, vermittelt und erkundet werden sollen. Dabei stellen die Schülerinnen und Schüler fest, dass es gar nicht so schwer ist, eine dritte Fremdsprache wie Latein oder Französisch zu lernen, da die bisher gelernten Sprachen miteinander verwandt sind.

Damit die Schülerinnen und Schüler schon einmal ein wenig in eine andere Fremdsprache (z.B. Latein oder Französisch) hineinschnuppern können, hat das EUROPANTO – Team einen Projekttag vorbereitet. An einem Tag im Herbst werden die Schülerinnen und Schüler von zwei Sprachenlehrern betreut, die verschiedene Aufgaben und Aktionen durchführen werden.

 

Religiopolis

Auch der Einsatz Neuer Medien hat im Fach Ethik Bedeutung erlangt. Als Beispiel kann hier das Unterrichtsvorhaben „Religiopolis“ genannt werden, dass inzwischen in allen Kursen der sechsten Jahrgangsstufe angeboten wird. Die Lernsoftware Religiopolis soll den komplizierten Unterrichtsstoff „Riten der Weltreligionen“ begreifbar – im Sinne von anfassen – machen. Nach zahlreichen Erkundungen über Programme die im Fach Ethik einsetzbar sind, kristallisierte sich heraus, dass die einzig ansprechende Software auf dem Markt „Religiopolis“ ist. Erst durch die Förderung der Telekom-Stiftung, im Rahmen des Projekts ›Schule interaktiv‹ wurde die Benutzung des Programm Religiopolis an der Wöhlerschule möglich.

Was aber ist Religiopolis?

Religiopolis ist ein zusammengesetztes Wort aus Religion und Metropole. Es beschreibt, was der Benutzer des Computerprogramms zu erwarten hat. Der Benutzer kann auf Erkundungsgängen durch die virtuelle Stadt Religiopolis eine Fülle von Einzelheiten über Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam, sowie über Lebens- und Glaubensgewohnheiten, Riten und Geschichte der jeweiligen Religion erfahren
Dabei gehen alle Informationen von Alltags- und Lebensgewohnheiten aus, die für Kinder und Jugendliche nachvollziehbar sind. Beispielsweise wird gezeigt wie eine christliche Familie Weihnachten feiert, der Besuch einer jüdischen Hochzeit, eines islamischen Friedhofs, eines buddhistischen Tempels und es werden Einblicke in das Leben einer Hindufamilie gegeben.

Und was bringt Religiopolis dem Ethikunterricht?

Die Schülerinnen und Schüler brauchen gerade in jungen Jahren eine sinnliche, eine begreifbare Auseinandersetzung mit der Welt und nicht eine abstrakte, nur auf Texten basierende. Genau dies kann die Schule, d.h. der Ethikunterricht, beim Thema Religion nicht leisten. Bei einem Umfang von 14 Stunden für die Unterrichtsreihe ist es nicht möglich, alle Gotteshäuser der fünf Weltreligionen zu besuchen oder Vertreter in die Schule einzuladen. Das Computerprogramm Religiopolis bietet eine zwar nicht anfassbare, aber doch erfahrbare „Wirklichkeit“ und eine Fülle von Informationen. Es bietet zudem eine multimedial gut aufgearbeitete „Landschaft“ in der die Informationen durch Bilder, Filmausschnitte und Hörbeiträge anschaulich gemacht werden. Natürlich bleiben die realen Besuche von Gläubigen in der Schule oder Exkursionen zu Glaubensstätten ein unerlässlicher Aspekt des Ethikunterrichts, aber Religiopolis leistet einen wichtigen Beitrag die Weltreligionen begreifbar zu machen.

 

Forschungsmikroskop

Die Wöhlerschule bekam 2006 mit Unterstützung der Deutsche Telekom Stiftung im Rahmen des Projekts „Schule interaktiv“ ein Forschungsmikroskop der Firma Olympus mit einer passenden digitalen Kamera, inklusive Steuerungs- und Bearbeitungssoftware. Kurz darauf folgten drei weitere kleinere Mikroskope ähnlicher Bauart. Die Sammlung konnte 2009, im Rahmen einer Fortbildung, um ein weiteres Gerät mit LED-Beleuchtung ergänzt werden.

Die Arbeiten begannen 2006 mit Schülern eines Chemie-Grundkurses. Hieraus bildete sich bald die erste Mikroskop-AG. Zunächst wurden unterschiedliche Bereiche aus Physik, Chemie, Biologie, Medizin und Kristallographie auf praxistaugliche Projekte hin untersucht. Dazu wurden beispielsweise Kristalle auf dem Objektträger gezüchtet, deren Wachstum beobachtet und mit der Kamera festgehalten. Weiterhin konnten Gesteinsdünnschliffe in polarisiertem Licht untersucht werden. Im Bereich der Biologie führten Heuaufguss-Experimente zu faszinierenden Aufnahmen verschiedenster Mikroorganismen. Die Bewegung einer Amöbe konnte in einer kleinen Filmsequenz festgehalten werden. Schließlich wurde ein Schwerpunkt der Arbeit auf die Erforschung der Mikroorganismen des Wöhler-Teichs gelegt, wobei viele schöne Aufnahmen zustande kamen.
Erste Ergebnisse wurden an einem Tag der offenen Tür in Form von Postern und Fotographien präsentiert.


In der folgenden Zeit wurden die Geräte auch im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts Forschen und Experimentieren in der Sekundarstufe I eingesetzt. Eine Arbeit beschäftigte sich mit der Verteilung und Veränderung des Chlorophylls in Blättern, eine andere mit der Wirkung verschiedener Chemikalien und Haarfärbemittel auf menschliche Haare.

Im Chemieunterricht der Sekundarstufe II besprochene Naturstoffe wie Stärke wurden direkt in geeigneten Pflanzenzellen nachgewiesen. Aber auch Farbstoff tragende Organellen in Paprikazellen, Orangenschale und Karotten ließen sich gut innerhalb eines Farbstoff-Kurses fotographisch dokumentieren.

Mittlerweile konnten mit Unterstützung der Telekom-Stiftung Fortbildungen für interessierte Kolleginnen und Kollegen zum Thema Mediengestützte Mikroskopie durchgeführt werden. Dabei wurden Lösungen zur Aufnahme und Präsentation mikroskopischer Bilder im Unterricht vorgestellt und diskutiert.

2009 formierte sich eine neue Mikroskop-AG aus Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I. Nach gründlicher Einarbeitung in Mikroskop-Technik und Arbeitsmethoden wurden mögliche Zukunftsprojekte angedacht und diskutiert.

Die „Erforschung“ der Mikroorganismen des Wöhler-Teichs hat nach wie vor hohe Priorität, da bislang noch wenig systematische Untersuchungen vorliegen. Eine weitere, sehr interessante Projektidee bezieht sich auf die Bienen der Wöhlerschule. Mit Hilfe mikroskopischer Pollenanalysen im Honig könnten Rückschlüsse auf die Lieblings-Futterstellen der Wöhler-Bienen gezogen werden. Hierbei wird die Mikroskop-AG sicherlich dankbar sein für weitere Anregungen und tatkräftige Unterstützung.

Stand : 25. Januar 2010

 

Comenius-Projekte

Das Comenius-Projekt hat an der Wöhlerschule eine lange Tradition. Das erste Comenius-Projekt wurde schon ab 1998 fächerübergreifend im IKG-Unterricht, in Französisch und in Informatik begonnen. Es war das Projekt

In diesem Projekt wurde eine gemeinsame CD erstellt, Chat- und Videokonferenzen zu besonderen Ereignissen durchgeführt und Schülerinnen und Schüler kooperierten per E-Mail.

Anschließend wurde mit anderen europäischen Schulen das Projekt durchgeführt. In diesem wurden gemeinsame historische Ursprünge zurück verfolgt.

Common Roots

Common
Über mehrere Jahre seit 2002 kooperierte die Wöhlerschule mit vier Schulen aus vier europäischen Ländern im Rahmen eines Comenius-Projekts „Common Roots“ bei der Erforschung gemeinsamer historischer Wurzeln in Wissenschaft und Kultur. Jedes Jahr wurde unter einem neuen Thema ein Kalender für alle Schulen erstellt. Per E-Mail erarbeiteten die Schüler Unterichtsinhalte, die in den Unterricht aller Schulen aufgenommen wurden.

Aus dem Projekt ist ein Schüleraustausch mit der Partnerschule in Litauen erwachsen, der nun regelmäßig durchgeführt wird.

Die Ergebnisse sind auf einer eigenen Webseite zu sehen.

Learning through the Web

Über mehrere Jahre seit 1998 kooperierte die Wöhlerschule mit sieben Schulen aus fünf europäischen Ländern im Rahmen eines Comenius-Projekts „Learning through the Web“ bei der Erstellung einer interaktiven CD, auf der der Schulalltag und das Leben der Schüler in vier europäischen Ländern verglichen wird.

Die Kooperation zwischen den Schülern erfolgte über E-Mail und Chat. Die bisherigen Ergebnisse wurden im Internet und auf einer CD veröffentlicht. Zudem wurde das Projekt 2002 auf der Bildungsmesse in Köln durch die Wöhlerschule ausgestellt.

Beteiligte Schüler und Fächer

Schülerinnen und Schüler aus Klassenstufe 8 in den Fächern Französisch, Englisch, Deutsch, Englisch, Französisch, IKG und Informatik.

Thema

Thema des Projekts ist der Vergleich der Schulalltage und der Freizeitbeschäftigungen von Jugendlichen im Alter von 14-16 Jahren sowie der Schulsysteme in verschiedenen europäischen Ländern.
Die Schüler der beteiligten Schulen (Collège Littré, Malahide Community School, Cabinteely Community School, Ljungarumsskolan, I.E.S. José Manuel BLECUA, Escola Eb2, 3/S de Ansiã o, Escola Basica 2.3 De Avelar, Wöhlerschule) haben sich selbst, ihren Schulalltag und ihre Schule in der jeweiligen Landessprache vorgestellt.

Projektziele – Projektablauf

Das Projekt hatte zum wesentlichen Ziel, Schüler das Leben von Schülern gleichen Alters in Europa entdecken zu lassen. Zudem sollten die Schüler dabei die Techniken des Internets nutzen und so diese zugleich erwerben. Das Projekt war fächerübergreifend angelegt und sollte vor allem auch für Fremdsprachen motivieren und Lehrer an die Integration neuer Medien in den regulären Unterricht heranführen. Die Fächer IKG und Informatik wurden in das Projekt miteinbezogen, um technische und inhaltliche Unterstützung zu erhalten. Die Schüler konnten so nebenbei erleben, dass die Neuen Informations- und Kommunikationstechniken die Zusammenarbeit mehrer Fächer erfolgreich unterstützen. Das aus diesem Projekt entstandene Produkt, ein interaktives Hypertextsystem, wurde in Rücksprache mit den beteiligten Schulen mehrsprachig angelegt, so dass es im Fremdsprachenunterricht als Lern-CD genutzt werden kann. Im Rahmen des Projektes wurden und werden Möglichkeiten zum Einsatz des Internets im Unterricht entwickelt und erprobt. Dies geschah und geschieht zum einen durch die Erstellung des multimedialen und interaktiven Hypertextsystems.
Die Schüler haben auf diese Weise gelernt, mit Hilfe von HTML-Editoren fremdsprachliche und deutsche Texte übersichtlich im Internet zu präsentieren. Ebenso erstellten und digitalisierten die Schüler kurze Videosequenzen aus dem Schulalltag und dem Freizeitbereich und integrierten sie in die Hypertextsysteme.

Alle Ergebnisse, d.h. die in diesem Rahmen erweiterten Homepages der beteiligten Schulen, die Steckbriefe der Schüler, die Beschreibungen der Schulalltage und der Schulen wurden in Form eines Hypertextsystems übertragen und auf CD-ROM gebrannt.
Zugleich fanden regelmäßige E-Mail-Kontakte zwischen den Schülern mit fest vorgegebenen Themen statt. Diese ermöglichten den direkten Kontakt der Schüler der beteiligten Schulen.

Die Schüler haben in diesem Zusammenhang auch mit den französischen Partnern durch Chatten Kontakte geknüpft.

Da das Projekt fast drei Jahre lang in den Unterricht integriert wurde, haben drei Klassen den Einsatz neuer Medien an interessanten Unterrichtsinhalten kennen gelernt.

Zusammenfassung

Gegenstand des Projektes war die Integration der folgenden neuen Informations- und Kommunikationstechniken

  • Erstellen eines Hypertextsystems
    Schulsysteme, der Schüleralltag und außerschulische Aktivitäten von Schülern wurden von Schülern auf einer CD-ROM mit Hilfe eines Hypertextsystems multimedial dargestellt.
  • E-Mail-Kontakte
    Zu vorgegebenen Themen schreiben sich die Schüler in regelmäßigen Abständen E-Mails und knüpfen und festigen gegenseitige Kontakte.
  • Exemplarische Chat-Kontakte
    Zur Erprobung der verschiedenen Dienste des Internets für den Einsatz des Unterrichts fanden zu besonderen Anlässen (z.B. Europatag, Projektwochen) gemeinsame Chatkontakte auch mit einer Videokonferenz statt.

Zur CD

Die CD kann unter info@woehlerschule.net angefordert werden.

Das Ausführen von JavaScript-Programmen muss erlaubt sein.

Beim Einlegen der CD startet –sofern die Autostartfunktion nicht deaktiviert ist- der Standardbrowser und die Webseite „index.htm“ wird geladen. Durch Klicken auf den Schriftzug gelangt man zum Inhalt der CD. Dort sind die Homepages der beteiligten Schulen dargestellt. Unter „One day at school“ und “Hobbies” findet man die vergleichende Darstellung des Alltags von Schülern.

Connect to a Green World

Seit August ist die Wöhlerschule Teilnehmer an einem europaweiten Projekt, welches großzügig von der Europäischen Union finanziert wird. Im Rahmen dieses sogenannten Comenius-Austausches finden regelmäßige Zusammentreffen von Schülerinnen, Schülern und Lehrern aus insgesamt sieben europäischen Nationen statt. Die teilnehmenden Schulen stammen aus der Türkei, Polen, Spanien, Finnland, Rumänien und Griechenland. Das Projekt Connect to a green World soll einen lebhaften und anregenden Austausch zu fächerübergreifenden Schwerpunkten der Wöhlerschule im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit leisten. Zugleich soll das Kennenlernen und das Zusammenleben im vereinten Europa gefördert werden. An der Wöhlerschule nehmen insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler aus der achten Jahrgangsstufe an dem Projekt teil.
Im Dezember 2014 wird die Wöhlerschule Gastgeber für die anderen Schulen sein. Alle Schülerinnen, Eltern und Lehrer, die Interesse haben, sich in diesen Austausch einzuklinken und mitzuwirken, sind hierzu herzlich eingeladen. Vielleicht sprecht ihr ja auch eine der oben angeführten Landessprachen und wollt uns als Übersetzer oder Guide unterstützen?

Falls ihr Interesse habt, meldet euch bei: Katrin Neuhäusel (nsl) oder bei Johannes Schwehm (swm)

 

Projekte/Projektfahrten Stufe 11

In der Jahrgangsstufe 11 werden jedes Jahr in der letzten Unterrichtswoche fächerübergreifende Projekte bzw. Projektfahrten angeboten. Die Teilnahme ist für alle Schülerinnen und Schüler der Stufe 11 verbindlich. Die angebotenen Projekte/Projektfahrten ändern sich von Jahr zu Jahr. Das aktuelle Angebot kann hier eingesehen werden. Dort befindet sich auch der Wahlzettel für das laufende Schuljahr, der spätestens bis zum 11.11.2016 beim Tutor abzugeben ist.