| Schulen ans Netz |
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Schulen ans Netz (1995)Die folgende Seite beschreibt den Einstieg der Wöhlerschule im Jahr 1995 in die Netzwerkarbeit im Projekt "Schulen ans Netz". Bis heute hat sich viel ereignet. Der Umgang mit dem PC im Unterricht ist für Schülerinnen und Schüler zur Selbstverständlichkeit geworden. Über 200 PCs finden sich heute in der Wöhlerschule. Hier finden sich die Beschreibung aus dem Jahr 1995: Einstieg Die Projektidee wurde durch die Koordinatoren der ökologisch orientierten Schulen in Hessen gemeinsam aufgestellt und diente als Grundlage unserer Bewerbung bei der Aktion "Schulen ans Netz". Eine zunächst eigenständig erarbeitetes Projekt stellten wir zu Gunsten der uns sehr interessierenden Kooperation mit anderen Schulen zurück und fügten Teile hiervon dem gemeinsamen Antrag hinzu. Ausstattung Ein einziger Internetzugang über eine analoge Telefonverbindung per Modem gewährte uns bereits den Zugang zum Internet. Die Einrichtung einer schuleigenen Mailbox wurde aufgrund der Möglichkeiten, die das Internet bot, aufgegeben. Durch die Johann Wolfgang Goethe-Universität erhielten wir die Möglichkeit, eine Homepage für die Schule einzurichten. Zudem wurden Schülern und Lehrern kostenlose Internetzugänge mit eigner E-Mailadresse gewährt. Diese erlauben die Nutzung der Internetdienste sowohl zu Hause als auch in der Schule, so daß zu Beginn der Förderung Schüler und Lehrer bereits erste Erfahrungen mit dem Internet privat und im Schulleben sammeln konnten.
Förderung durch SaN
Ein verändertes Projekt: Interaktive Hypertextsysteme Während der Wartezeit entstand dann ein verändertes Projekt im Rahmen des Informatikunterrichts, das sich der bereits vorhandenen Ausstattung anpaßte und die Möglichkeit nutzte, "offline" mit Schülern zu arbeiten: Die Gestaltung interaktiver Hypertextsysteme. Der Einstieg in die Algorithmik im Informatikunterricht des Wahlpflichtunterrichts in Klasse 9 und Klasse 10 und auch in der Oberstufe läßt sich durch die Erstellung von interaktiven Hypertextsystemen mit Hilfe der Skriptsprachen JavaScript und Visual Basic Script neu gestalten. Wenn durch Hypertextsysteme ein Weg zur einfachen Informationsbeschaffung und -verbreitung für praktisch jeden geschaffen wird und durch die vernetzte Struktur dieser Systeme mittels Verweisen und multimedialen Darstellungsformen eine neue Form der Informationsdarstellung gegenüber den linear strukturierten Printmedien zur Verfügung steht, so erweitert die dynamische und interaktive Gestaltung von Hypertexten noch einmal die Leistungsfähigkeit eines Hypertextsystems. Es gehört also zur Vermittlung von Kenntnissen über Hypertext-Informationssysteme auch die Vermittlung der Möglichkeiten, Grenzen und Mittel zur Gestaltung der interaktiven Komponenten eines Hypertextsystems. Typische Einsatzbereiche und exemplarische Anwendungen von interaktiv aufgemachten Hypertexten kennenlernen, eine problemadäquate Auswahl von Werkzeugen zur interaktiven Gestaltung treffen und diese begründen können und interaktive Hypertextgestaltung als ein Konzept der Informationsdarstellung und -verarbeitung erfahren, sind dabei zu erreichende Lernziele. Diese Ziele lassen sich schon mit einfachen Mitteln, einem HTML-Editor (z.B. Anansi oder Netscape Gold), einem Browser (z.B. Netscape ab Version 2.0) und einer einfachen Bildverarbeitungssoftware (z.B. LVIEW) im "Offline-Betrieb" auch auf 486 - Rechnern realisieren. Ein erster Einstieg der Schülerinnen und Schüler mit interaktiver Hypertextsystemgestaltung erfolgte über die Gestaltung von Webseiten mit Formularen und Event-Handlern zur Ereignissteuerung. Zur weiteren Einführung in die Algorithmik im Rahmen des übergeordneten Themas der Beschäftigung mit interaktiven Hypertextsystemen stand die Auseinandersetzung mit steuerbaren Animationen im Vordergrund und sollte dazu dienen, algorithmische Grundstrukturen und Programmiersprachenelemente vorzustellen. Wenn interaktive Hypertextsysteme Gegenstand des Informatikunterrichts werden sollen, ist das nur durch Vermittlung von Kenntnissen einer Websprache, z.B. JavaScript, möglich. Da sich JavaScript zudem zur objektorientierten oder besser objektbasierten Einführung in die Algorithmik eignet, bieten sich vielfältige Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler mit Objektorientierter Programmierung über die Beschäftigung mit den Objekten von HTML-Dateien bekannt zu machen. Dynamische Textgestaltung, Steuerung von Layout-Anweisungen, interaktive Webseiten-Gestaltung, Überprüfen von Formulareingaben und deren Auswertung, Ereignissteuerung, Applet-Steuerung, Steuerung von Animationen, Browserprotokolllistenzugriff, Plug-In-Steuerung und die Informationsspeicherung mittels Cookies sind Anwendungsfelder zur Gestaltung interaktiver Hypertextsysteme, die im Informatikunterricht herkömmliche Lehrinhalte ergänzen können und Schüler dazu befähigen, Webseiten interaktiv zu gestalten. Damit gibt die Informatik Schülern Kenntnisse, die sie für die Webseitenerstellung in anderen Schulfächern sinnvoll einsetzen können.
Der Multimedia-PC trifft ein - vielen Dank!
Projektbeginn: Marktplatz der ökologisch orientierten Schulen
Internet: Neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit für ökologisch orientierte Schulen Damit ergeben sich die Bereiche "Kommunikationswege", "gemeinsame Präsentation der Unterrichtsprojekte und der gesammelten Erfahrungen" sowie "Projektbericht und Anschlußförderung", die zur Umsetzung des Projektes bearbeitet werden müssen. Es stellt sich zudem die Frage nach den Inhalten, der technischen Umsetzung und der Einbindung in den Unterricht. Kommunikation unter den ökologisch orientierten Schulen Zunächst läßt sich sehr schnell eine gemeinsame Homepage entwickeln. Diese kann dezentral organisiert sein, so daß auf der gemeinsam verwalteten Homepage Verweise zu den entsprechenden Projektseiten der einzelnen Schulen zeigen. Diese werden wiederum dezentral von den Schulen selbst betreut. Bei Unterrichtsprojekten (z.B. Windenergienutzung), die an den verschiedenen Schulen ähnlich bearbeitet werden, kann man sich auch den Aufbau einer gemeinsamen Homepage zu diesem Thema vorstellen. Ebenso ist die Veröffentlichung des "Markplatzes" der ökologisch orientierten Schulen an den verschiedenen Stellen im World Wide Web kurzfristig und leicht realisierbar. Überlegungen zur gemeinsamen äußeren Gestaltung des Marktplatzes, der Aufbereitung der verschiedenen Inhalte, der Aufteilung der Arbeit, des Austauschs der Möglichkeiten, wie die Gestaltung des "Marktplatzes" im Unterricht umgesetzt werden kann, der Austausch technischer Kenntnisse und die Planung gemeinsamer Aktivitäten zur Gestaltung der Homepage sollen Gegenstand regelmäßiger Treffens sein. Der "Marktplatz" der ökologisch orientierten Schulen Hessens sollte eine Anlaufstelle für alle schulischen Aktivitäten im Umweltbereich werden. Eine Öffnung für Aktivitäten in andern Bundesländern und in anderen europäischen Nationen sollte auf alle Fälle von Anfang an mit berücksichtigt werden. Projektarbeit Vorbereitend wurde im Wahlpflichtunterricht und in der Internet-AG das Erstellen von Seiten für das WWW an folgenden Unterrichtsbeispielen vermittelt: "Die eigene Homepage", "Schüler berichten über Umweltprojekte an ihrer Schule" und "Die Homepage mit JavaScript interaktiv gestalten." Die im Rahmen dieser im Regelunterricht des Wahlpflichtunterrichts (vgl. auch Kapitel: "Ein verändertes Projekt: Interaktive Hypertextsysteme") und in der Internet-AG durchgeführten Projekte können, wenn der Marktplatz seine endgültige Form angenommen hat, entweder direkt oder in überarbeiteter und ergänzter Form aufgenommen werden. Durch diese Beschäftigung der Schüler mit den Möglichkeiten der Veröffentlichung eigener Produkte hat sich aufgrund der an der Schule bestehenden ökologischen Projekte die Zusammenarbeit mit dem Umweltamt der Stadt Frankfurt ergeben. Die bestehenden Aktivitäten im Bereich der Ökologie und des Umweltschutzes der Wöhlerschule sollen durch Schüler für das Projekt "Umweltlernen online" der Stadt Frankfurt dargestellt werden.
Internetzugang für Schulen: Immer noch Probleme
Bildungsserver Eine ideale Plattform für die gemeinsame Arbeit und Präsentation der ökologisch orientierten Schulen bietet der Bildungsserver in Hessen, zu dessen Betreuer, Herrn Rauch, wir Kontakte knüpften. Er stellte uns im Projekthaus einen Bereich zur Verfügung auf dem sich der Marktplatz entfalten kann. Durch die Integration in den Bildungsserver des Landes Hessen erreicht der Marktplatz viele Interessierte, die sich auf dem Bildungsserver umsehen. Über ein auf dem Bildungsserver zugängliches Forum zur gemeinsamen Arbeit erhielten wir auch die Möglichkeit, gemeinsam Dokumente zu bearbeiten. Da sich diese Möglichkeit erst in den letzten Wochen ergeben hat, werden wir über unsere Erfahrungen erst später berichten können. Zunächst müssen sich alle Beteiligten in die Bedienung des zur Verfügung gestellten Systems einarbeiten.
Resümee Anschaffungen im Bereich der Ausstattung (z.B. Overhead-Display, Kommunikationsserver) wurden auch in Hinblick auf Ergänzungen der Förderung durch die Aktion "Schulen ans Netz" angestoßen. Derzeit wird der uns zur Verfügung gestellt Multimedia-PC als Kommunikationsserver umgerüstet, um unsere LANs an das Internet anzuschließen. In vielen Unterrichtsfächern verwenden zunehmend Schüler das Internet mit Hilfe des Multmedia-PCs, um Recherchen für den Unterricht durchzuführen. Referendare untersuchen in Examensarbeiten die Einsatzmöglichkeiten der Internetdienste in den regulären Unterricht und die damit verbundenen notwendigen Veränderungen der Curricula. Durch die Zugänge der Johann Wolfgang Goethe-Universität und die durch das Projekt verstärkten Aktivitäten zur Nutzung der Internetdienste in der Schule haben fast 20% der Lehrer und bis zu 15% der Schüler einen Zugang zum Internet erhalten. Auch über das Projekt hinaus hat uns die durch SaN zur Verfügung gestellte Hardware und der Internetzugang dazu verholfen, daß Erfahrungen im Einsatz der Dienste des Internets (WWW, E-Mail und IRC) erprobt und am Einzelplatzsystem gesammelt werden konnten |