Madrid-Austausch 2018

Auch dieses Jahr konnte wieder unser einwöchiger Madrid-Austausch stattfinden! Dieses Mal hatten wir eine neue Partnerschule (das I.E.S Leonardo da Vinci), die sich als Glücksgriff erwiesen hat. Wir hoffen, auch in den nächsten Jahren mit dieser Schule Austausche organisieren zu können.

Einige unserer Schüler*innen, die bei dem Austausch teilgenommen haben, berichten über ihre Woche in Madrid:

Montag, 05.02.2018

Der Tag begann um 7 Uhr morgens und es ging um 8 Uhr in die Schule. Wir wurden von den spanischen Austauschschülern in die Schulcafeteria geführt und verbrachten dort einige Zeit, bis wir dann mit unseren Partnern in den Unterricht gingen.
Im Klassenzimmer angekommen, wurden wir herzlich von den Lehrern begrüßt und willkommen geheißen. Trotz der Schwierigkeit, dem Unterricht folgen zu können, machte es doch viel Spaß und es war sehr interessant, Spanisch im Alltag zu erleben.
Als der Unterricht vorbei war, ging es zu unseren Gastfamilien nach Hause und etwas später nahmen wir den Zug von Majadahonda in die Innenstadt von Madrid, wo wir uns an einem Denkmal auf einem Berg trafen und ein gemeinsames Gruppenfoto machten. Den restlichen Tag verbrachten wir in der Stadt und erkundeten diese. Unsere Austauschpartner führten uns auch zum absoluten Zentrum von Spanien.
Zum Schluss nahmen wir die Metro zurück nach Majadahonda und verbrachten den restlichen Abend bei unseren Gastfamilien.

~ Paul Hahn

Dienstag, 06.02.2018

Am Dienstag stand der Besuch des UNESCO-Welterbes „Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial“ an. Das ist eine Schloss- und Klosteranlage, welche auf Initiative von Philipp II. von Spanien von 1563 bis 1584 erbaut wurde. Die Klosterburg gilt als der größte Renaissancebau der Welt!
Als wir nach nicht allzu langer Zug- und Busfahrt dort ankamen, mussten wir sofort feststellen, dass man auch in Spanien im Winter ordentlich frieren kann. Durch das Kloster hatten wir eine Führung von einem Guide, welche uns spannende Geschichten über das Leben der spanischen Könige erzählt hat. Zusätzlich bekamen wir Einblicke in die alte Kirche, die Bibliothek, eine Kunstgalerie mit wunderschönen Wandteppichen und in die Gräber von Mitgliedern des spanischen Königshauses. Anschließend bekamen wir noch freie Zeit, um das kleine idyllische Städtchen zu erkunden und uns in einem der schönen Cafés aufzuwärmen.
Nachdem wir daraufhin wieder den Heimweg angetreten hatten, unternahmen wir am Nachmittag alle noch etwas in unseren Gastfamilien.

~ Felix Balling

Mittwoch, 07.02.2018

Am Mittwochmorgen haben sich alle Wöhlerschüler*innen wieder an der Schule unserer Austauschpartner getroffen und dort in der Cafeteria einige Zeit gemeinsam verbracht. Sofia und Filip haben uns noch etwas über den Spanischen Maler Goya erzählt bevor wir ungefähr eine Stunde lang mit Bus und Bahn nach Madrid gefahren sind. Dort sind wir von der Oper zum Königspalast und dann zu einer sehr berühmten Churros-Bar gelaufen. Nach der leckeren Stärkung ging es weiter zu einigen Regierungsgebäuden und durch wunderschöne Parks bis wir schließlich das Kunstmuseum Prado angeschaut haben. Zusammen bestritten wir dort einen Spaziergang durch die Gemälde von Goya, Velazque und auch das Nachgemälde der Mona Lisa von DaVincis Lehrling wurde gesichtet.
Die Abendgestaltung dann erwies sich als etwas kompliziert. Die ganze Gruppe fuhr zurück zur Schule, dann ist ein Teil mit den Austauschpartner erneut nach Madrid gefahren. Dort wurden erst einmal die Läden unsicher gemacht und der ägyptische Templo de Debado erkundet, aber auf dem Rückweg erwartete uns die böse Überraschung einer verschwundenen Geldbörse und somit eine abenteuerliche Reise zum Polizeirevier.

~ Karola Knuth

Donnerstag, 08.02.2018

Nachdem alle deutschen Schüler bei ihren Gastfamilien gefrühstückt und mit ihren jeweiligen Austauschschülern am Donnerstagmorgen in die Schule gefahren waren, ging es auch schon direkt mit dem Bus los nach Toledo, ein Ausflug, bei dem auch unsere spanischen Austauschpartner und ihre Lehrer dabei waren.
Wir fuhren circa eine Stunde und als wir ankamen, lernten wir unseren sympathischen Tourguide für den Tag, Alejandro, kennen, der uns noch im Bus spannende Fakten über die frühere Hauptstadt Spaniens erzählte und aus dem Bus vorstellte. Kurz darauf spazierten wir als große Gruppe selber durch Toledo und konnten die außergewöhnlich schöne Struktur und Bauweise der Stadt bestaunen.
Wir erfuhren viel über die Geschichte und Besiedlung Toledos und Besonderheiten der Stadt, wie die Zeit, als Gruppen mehrerer großer Weltreligionen: Judentum, Islam und Christentum alle in Toledo lebten.
Anschließend besuchten wir mehrere Sehenswürdigkeiten, wie eine ehemalige Synagoge, eine Kathedrale, und das „Haus“, beziehungsweise das Museum des ‚El Greco‘. Obwohl wir für die einzelnen Orte nicht unendlich viel Zeit hatten, war jeder für sich besonders und sehr sehenswürdig.
Schließlich hatten wir, einem gemeinsamen Foto vor der Kathedrale folgend, circa eine Stunde Freizeit und durften selber entscheiden, wie wir die restliche Zeit in Toledo genießen würden. Ein paar meiner Freunde und ich gingen in dieser Zeit in ein typisch spanisches Lokal und aßen zu Mittag.
Als nächstes ging es auch schon wieder auf den Weg zurück nach Majadahonda. Dort angekommen verteilten sich alle und unternahmen etwas unter sich, entweder nur mit ihren Partnern oder auch in Kleingruppen, bestehend aus spanischen Freundesgruppen und den jeweiligen Deutschen. Nach einer kurzen Pause zu Hause fuhr ich mit meiner Austauschpartnerin, Carlota, zu einem Einkaufszentrum namens „Gran Plaza 2“, wo wir uns mit einer größeren Gruppe von Deutschen und Spaniern verabredeten und Zeit zusammen verbrachten.
Am Ende des Tages trafen sich alle zusammen zu einem gemeinsamen Essen in Majadahonda.
Insgesamt war es ein sehr schöner Tag: Kühl aber sonnig und definitiv etwas, an das man sich gerne erinnert, sei es das vielseitige kulturelle Tagesprogramm in Toledo, den entspannten Nachmittag oder die unterhaltsame Zeit im Restaurant.

~ Malin Fahrwinkel

Freitag, 09.02.2018

Wie an jedem Tag davor, haben wir bei unseren Gastfamilien gefrühstückt und sind dann mit unseren Austauschschülern zur Schule gelaufen. Um kurz vor halb neun haben wir uns dann alle wieder in der Cafeteria der Schule getroffen. Doch gab es ein Problem, da einer der Schülerinnen das Portemonnaie geklaut wurde und sie ohne ihren Personalausweis nicht fliegen konnte. Also mussten wir alle noch ein bisschen länger warten, bis dann klar war, dass wir zur deutschen Botschaft in Madrid mussten.
Dort angekommen ging eine von unseren Lehrerinnen mit der Schülerin in die Botschaft, während alle anderen im Goethe-Institut etwas Warmes zu trinken bekommen und gewartet haben.
Nach einer Weile haben wir uns auf den Weg gemacht, um uns das Archäologische Museum anzusehen. Das Museum war sehr spannend und man konnte viel entdecken und viel lernen. Das Spannendste war, als wir eine VR-Brille ausprobieren konnten. Während wir im Museum waren, kamen auch wieder die Schülerin und unsere Lehrerin zu uns, die in letzter Sekunde erfolgreich einen neuen Personalausweis beantragen konnten. Nachdem wir ein paar Stunden im Museum verbracht haben, haben wir uns auf den Weg gemacht, um den Retiro-Park anzuschauen.
Im Retiro-Park gibt es einen kleinen angelegten See, auf dem man Boot fahren kann. Dies haben dann auch die meisten von uns gemacht. Nachdem wir 45 Minuten Boot gefahren sind, haben wir uns auf den Weg zurück nach Majadahonda gemacht.
Doch leider haben wir den Zug ganz knapp verpasst und mussten auf den nächsten warten. Der nächste Zug, der kam und in den wir einsteigen wollten, fuhr aber leider nicht mehr weiter, obwohl am Bahnhof etwas anderes stand. In dieser Zeit ist dann auch noch ein anderer Zug, den wir nehmen wollten, weggefahren, das heißt wir mussten noch länger warten. Es lief nicht gut! Als wir endlich im Zug waren, waren alle sehr müde und haben sich ausgeruht.
Gegen 18 Uhr sind wir in Majadahonda angekommen. Dort haben sich die Wege dann getrennt. Manche sind sofort zur Bowlingbahn gefahren, andere sind erst einmal nach Hause gefahren, bevor sich dann alle wieder getroffen haben. Doch nach einer kurzen Zeit haben sich wieder zwei Gruppen gebildet, da manche noch zu Ende gespielt haben und andere Essen gegangen sind. Doch auch danach haben sich alle wieder getroffen und haben den Abend noch zusammen verbracht, bevor alle nacheinander nach Hause gegangen sind, um noch ein bisschen vor dem Rückflug am nächsten Tag zu schlafen.

~Meret Knichel

Samstag, 10.02.2018

Nach einer Woche voller Spaß und Aufregung geht es heute nun nach Hause. Ich denke, ich kann für uns alle sprechen, wenn ich sage, dass wir in der letzten Woche viel erlebt und tolle Erfahrungen gesammelt haben.
Nach einem guten Frühstück bei den Gastfamilien haben wir uns mittags am Flughafen getroffen und uns dort erstmal von den spanischen Schülern verabschiedet. Zwar sind Abschiede immer traurig, doch hat es die Aussicht darauf, dass wir uns in einem Monat wieder in Frankfurt treffen, deutlich leichter gemacht.
Der Flug verlief ruhig und so landeten wir pünktlich in Frankfurt, wo wir allerdings noch gefühlte drei Stunden brauchten, um durch die Passkontrollen zu kommen. Man kann leider nicht immer Glück haben.
Es war alles in allem eine tolle Zeit, in der wir mit unseren Austauschpartnern, aber auch untereinander, sehr zusammengewachsen sind und viele Freundschaften entstanden sind.

~ Victoria Hercher