Nach einer Exkursion ins Pompejanum nach Aschaffenburg in Klasse 6 und einem Ausflug zur Saalburg in Klasse 7 geht es für unsere Lateinschülerinnen und -schüler der 8. Klassen für einige Tage nach Trier. Dieses Jahr wurde die Fahrt von den Lateinlehrerinnen Franziska Deliry und Cordula Rudek sowie von Elisa Wünsch begleitet. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle unserem Kollegen Gerhard Glas, der extra für die Hinfahrt als Begleitperson dazukam.
Die Zugfahrt
Die Zugfahrt von Frankfurt nach Trier verläuft durch eine idyllische Landschaft entlang des Rheins und der Mosel. Auf dieser Zugstrecke sieht man viele Burgen und viele schöne Weinberge, gelegen an sehr steilen Ortschaften. Der einzige Nachteil an dieser Zugfahrt war, dass wir einmal in Koblenz umsteigen mussten und durch die Verspätung unseres Zuges leider unseren Anschluss verpasst haben, doch dafür erblickten wir vom Koblenzer Hauptbahnhof aus eine große Burg, die über der Stadt thront, die Festung Ehrenbreitstein. Als wir in Trier angekommen waren, durften wir eine halbe Stunde zu unserer Jugendherberge laufen. Dabei konnten wir schon einige Bauwerke der alten Römer entdecken, z.B. die Porta Nigra, das Wahrzeichen der Stadt. In der Jugendherberge angekommen, hatten wir eine kurze Mittagspause und haben im Anschluss mit dem Programm begonnen und am Nachmittag die Zimmer bezogen.- Am Tag der Rückfahrt wurden wir morgens um 6:45 Uhr geweckt und haben uns für das Frühstück fertig gemacht. Mit Lunchboxen ausgestattet, sind wir gemeinsam zum Bahnhof gelaufen und wieder an der schönen, prächtigen Porta Nigra vorbeigekommen. Die Rückreise mit dem RE ging wieder entlang der schönen Mosel. Nach etwa eineinhalb Stunden sind wir in Koblenz angekommen. Beim Umstieg stellten wir leider fest, dass der Anschlusszug überfüllt war und dass wir teilweise in den Gängen stehen mussten. Die engagierten Zugbegleiter liefen durch den Zug, um den Fahrgästen bestmöglich einen Sitzplatz zu beschaffen. Manche von uns schafften es in die 1. Klasse. Es wurden immer mehr Reisende und die Fahrgäste waren immer genervter, aber die schöne Landschaft hat die Situation angenehmer gemacht. Alles in allem war die Zugfahrt aber ein schönes Erlebnis.
Die Stadt
Zusammen mit einer sehr netten Stadtführerin haben wir am zweiten Tag unseres Aufenthaltes die Stadt erkundigt. Als erste Etappe stand die Porta Nigra auf unserer Liste. Die Porta Nigra wurde ab 170 n. Chr. erbaut. Früher hieß sie „porta Martis“ (Mars-Tor), doch im Laufe der Zeit verdunkelt sich das Tor, weshalb es in „porta nigra“ (schwarzes Tor) unbenannt wurde. Es diente damals als nördliches Stadttor und wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einer Kirche umfunktioniert, weswegen es nicht wie die anderen Stadttore abgerissen wurde oder verfallen ist. Heute ist die Porta Nigra das Wahrzeichen Triers, außerdem ist sie UNESCO- Welterbe und das am besten erhaltene antike Stadttor der Welt. Als nächstes haben wir etwas über Trier, die älteste Stadt Deutschlands, gelernt. Trier wurde 16 v. Chr. von den Römern unter Kaiser Augustus gegründet und hieß deshalb Colonia Augusta Treverorum (,,Augustusstadt der Treverer“). Der Dom „St. Peter zu Trier“ ist die älteste Bischofskirche Deutschlands und ebenso UNESCO Welterbe. Für gläubige Christen hat er auch deswegen eine besondere Bedeutung, weil dort der Heilige Rock aufbewahrt wird, die Tunika Jesu, die als eine der wichtigsten christlichen Reliquien gilt. Der Trierer Dom, zu dem ein wunderschöner Kreuzgang gehört, wurde im Laufe der Jahre mehrmals erweitert und umgebaut. Besonders beeindruckend sind die hohen Gewölbe, die großen Säulen, die Krypta und die schön verzierten Fenster im Inneren des Kirchenbaus. Vor dem Dom befindet sich außerdem ein außergewöhnlicher Felsbrocken. Es soll Glück bringen, wenn man ihn runterrutscht. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Als nächste und letzte Etappe unserer Stadttour haben wir die Konstantin-Basilika besucht. Sie wurde etwa um 310 n. Chr. unter Konstantin dem Großen errichtet und gilt als der größte erhaltene Einzelraum der Spätantike. Ursprünglich wurde die Konstantin-Basilika als Palast-Aula benutzt, heute ist sie eine evangelische Kirche. Sie misst 67 Meter in der Länge, 27 Meter in der Breite und erreicht eine Höhe von 33 Metern. Wir erfuhren, dass die alten Heizungssysteme der Römer zwar nicht mehr funktionsfähig, aber doch noch in der Kirche vorhanden sind. Am Nachmittag haben wir eine Museumsralley im Rheinischen Landesmuseum Trier gemacht. Das war sehr Informativ und trotz der Länge interessant. Die Ausstellung über das Römische Reich behandelte alle wichtigen Themen der damaligen Zeit, begonnen mit den Berufen wie Senator oder Händler über die Götter wie Mars oder Jupiter. Zum Schluss zeigte die Ausstellung den Schatz der Stadt Trier.
Die Unterkunft
Als wir angekommen waren, erwartete uns eine tolle Jugendherberge, die Römerstadt-Jugendherberge Trier. Diese hat viel zu bieten: Große Zimmer inklusive je einem eigenen Badezimmer, eine hauseigene Bar, sehr leckeres Essen, einen Spielplatz, den unverbauten Blick auf die Mosel und und und. Innerhalb von 25 Minuten gelangt man zu Fuß in die Innenstadt. In der Innenstadt konnten wir in unserer Freizeit viel unternehmen. Dort gab es viele römische Bauwerke, gute Burger-Läden und man hatte auch die Möglichkeit zu bummeln und shoppen zu gehen. In der Jugendherberge gab es leckeres Essen. Nach dem Abendessen konnten wir noch unsere Freizeit in der Jugendherberge genießen. Es war ein toller Aufenthalt in Trier. Sowohl die Stadt als auch die Jugendherberge hat viel zu bieten. Diese Reise ist sehr empfehlenswert!
Geschrieben von den Lateinschülerinnen und -schülern der Klassen 8bdef (Dly)



