Besuch aus Argentinien an der Wöhlerschule


Vielleicht habt ihr/Sie am 14. oder 15. November einige der argentinischen Schüler(innen) auf dem Schulhof gesehen oder sogar im Unterricht der Stufe 11 oder 12 kennengelernt: Die südamerikanischen Gäste, die für drei Wochen die Sommerhitze ihrer Heimat Resistencia/Chaco in Nordargentinien gegen deutsches Schmuddelwetter getauscht hatten, waren einige Tage zu Gast bei Familien der Wöhlerschule. Eine ehemalige Wöhlerschülerin, die in Resistencia ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert hatte, hatte den Kontakt zu der argentinischen Deutschlehrerin hergestellt und so gab sich die Gelegenheit, dass die neun argentinischen Schüler(innen) den Familien- und Schulalltag in Frankfurt kennen lernen konnten und den deutschen Schüler(inne)n und Familien einen Einblick in ihr Leben in Argentinien vermitteln konnten.

Begleitet wurde die Gruppe auf ihrer Deutschlandreise von ihrer Deutschlehrerin und ihrem Lehrer für Wirtschaft. Nach ein paar Tagen in Berlin und dem Aufenthalt in Frankfurt ging es nach Mannheim zu einer „Firmenübungsmesse“: Die 18jährigen Schüler(innen) besuchen an ihrer Heimatschule einen beruflichen Zweig und hatten dort im Rahmen eines Projekts eine Modellfirma ((Hölzer und Produkte aus argentinischen Wäldern)) vorbereitet, die sie in Mannheim Berufsschüler(inne)n aus aller Welt präsentierten, um ins Gespräch mit „Klienten“ zu kommen, Kontakte zu knüpfen, zu „verhandeln“ usw. So konnten sie wertvolle Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben machen.

Nach diesem Erlebnis verbrachte die Gruppe noch eine Woche bei ihrer Partnerschule in Nürnberg – und konnte dort sogar die Eröffnung des Weihnachtsmarktes miterleben. Dafür war es in Frankfurt zwar noch zu früh, aber den Römer, die neue Altstadt und einige andere Frankfurter Sehenswürdigkeiten haben wir dem Besuch natürlich trotzdem gezeigt! Am Wochenende wurde zusammen deutsch und argentinisch gekocht, Ausflüge ins Umland gemacht und sonstige Aktivitäten mit den Familien oder in kleinen Gruppen unternommen.

Der Spanischunterricht war natürlich besonders spannend – mit Muttersprachler(inne)n, die Bilder von ihrer Heimat zeigten, vom argentinischen Schulalltag berichteten und spanische Vokabeln und Grammatik mal ganz anders vermittelten. Außerdem war es für die deutschen Spanischschüler interessant, von den Argentiniern zu erfahren, welchen Eindruck sie von der deutschen Schule, von Frankfurt und von Deutschland allgemein hatten, und den sympathischen melodiösen Akzent der Argentinier zu hören, wenn diese Spanisch und auch Deutsch sprachen. Es war für alle eine schöne und interessante Zeit, die insbesondere von den Wöhler-Gastfamilien ermöglicht wurde. Nochmals: ¡Muchas gracias por todo!

(A. Dietrich)